Responsible Eating

2017 – Ernährungsvorsätze

Besonders in Bezug auf Ernährung gehen mit dem Jahreswechsel wieder viele Änderungswünsche einher, die bereits lange im Hinterkopf schlummern. Oftmals überwiegt noch ein schlechtes Gewissen der Völlerei der vergangenen Feiertage, welches häufig zu sehr extremen Vorsätzen führen kann. Weicht der momentane Ist-Zustand aber zu stark vom erwünschten Soll-Zustand ab, ist ein Scheitern quasi vorprogrammiert. Jemand, der kein oder kaum Gemüse zu sich nimmt, wird in der Regel nicht über Nacht zum Vollblut-Salattiger.

Extreme und plötzliche Ernährungsumstellungen wie Diäten, Saftkuren usw. können große Frustration hervorrufen, sind meist auch nur von kurzer Dauer und somit ohne jegliches Erfolgserlebnis. Zudem vertragen sich vorgenommene Essensverhaltensweisen oft nicht mit einem stressigen Job oder unvorhergesehenen Ereignissen bzw. sind Alltag und Freizeit in der Hinsicht zwei völlig unterschiedliche Welten, was die Anschaffung, Zubereitung und den Verzehr von Essen betrifft.

Ein guter, nicht zu extremer Vorsatz könnte also sein: Bewusst und verantwortungsvoll essen. Verantwortung wem gegenüber? Sich selbst und dem eigenen Körper! Da es die eigene Gesundheit betrifft, sollte das auch ein vorrangiges Ziel sein. Allein beim Thema Alkohol gibt es unzählige Broschüren und Webseiten, die den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vor Augen führen sollen, warum nicht das Ganze auch auf die Ernährung ummünzen?

Track your food!

Eine Herangehensweise, die dabei äußerst hilfreich ist, ist das Mitdokumentieren von über den Tag verteilt konsumierten Lebensmitteln. Auch wenn das zu Beginn sehr mühsam und evtl. übertrieben erscheinen mag, so ist diese Methode doch sehr aufschlussreich, um etwaiges Fehlverhalten beim Thema Essen leichter zu entlarven. Vieles isst man vielleicht so unbewusst nebenbei, dass man sich ohne Mitschreiben am Ende des Tages nicht einmal mehr daran erinnern kann.

Dies bedeutet aber längst nicht, dass jeder gegessene Schokomuffin eine Todsünde ist, nein, es zeigt nur schwarz auf weiß auf, wie oft man sich gut und gesund (optimal) ernährt hat im Verhältnis zu heißgeliebten Ausreißern wie Süßigkeiten, Fast Food oder Fertiggerichten (suboptimal). Denn genau dieses Verhältnis sollte für einen selbst stimmig sein, um schlechtes Gewissen zu vermeiden und bewusster zu genießen. Es ist auch aufschlussreicher zu erkennen, ob man regelmäßig und überhaupt genug oder viel zu viel isst. Hier geht es nicht um Kalorien zählen oder Diät halten, es soll lediglich ein besseres Gespür dafür geschaffen werden, was man dem eigenen Körper eigentlich so im Schnitt zuführt und zumutet, damit man sich leichter an die eigene optimale Ernährung herantasten kann. Was genau die eigene optimale Ernährung überhaupt ist, sollte jede/r für sich selbst und unter Umständen mit professioneller Hilfe herausfinden.

In diesem Sinne: Mögen wir 2017 genussvoll, entspannt, gesellig und vor allem bewusst essen!

Verfasst von: Sabine Gaigg